Philosophie

Hundehaltung heute unterscheidet sich wesentlich von früheren Zeiten, hatten die Hunde ehemals noch klar umrissene Aufgaben wie z.B. Wachhunde, Jagdhunde, Zughunde und Hütehunde, so kommt ihnen heutzutage meist eine völlig andere Bedeutung im Zusammenleben mit dem Menschen zu.

Sie sind unsere Gesellschafter, Sportgerät, Partner,- oder Kindersatz, Luxusartikel und Prestigeobjekt, ein guter Kumpel, Therapeut und vieles mehr. Die meisten Hundehalter haben jedoch eines gemeinsam: die Liebe zu ihrem Hund, der für sie ein Bindeglied zur Natur ist und ein immer treuer Begleiter auf allen Wegen.

Der Hund von heute lebt überwiegend in der Stadt und trifft hier auf immense Anforderungen der Umwelt. Er soll sich stets gut benehmen, friedlich und wohlerzogen sein, artig an der Leine gehen, er muss in der Straßenbahn einen Maulkorb ruhig erdulden, jederzeit ausgeglichen und belastbar sein. Er soll Kinder, Jogger, Fahrradfahrer, Artgenossen, ja selbst Betrunkene einfach links liegen lassen. Darin,dass ihr Hund dabei noch Hund sein kann und ein artgerechtes Leben führen kann und Sie mit Freude daran teilhaben können, möchte ich Sie gerne unterstützen. Den souveränen Umgang mit all diesen Anforderungen werden wir  schrittweise in eben der Umgebung üben, wo Ihr Hund und Sie damit konfrontiert werden können. 

Ich selbst halte seit nunmehr 38 Jahren Hunde, der unterschiedlichsten Größen, Rassen und Charaktere. Meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass jeder Hund lernfähig und lernwillig ist. Ausschlaggebend für den Erfolg ist das Engagement des Halters/der Halterin. Deren Geduld und Ausdauer, das Gefühl für das richtige Timing und Klarheit in der Signalgabe sind die entscheidenden Faktoren in der Hundeerziehung. Grundlage für eine erfolgreiche Verhaltenskontrolle ist eine sichere Bindung zwischen Halter/in und Hund. Diese zu festigen lernen Sie schon in der Phase der Welpenprägung. Die nötige Konsequenz im Umgang mit dem süßen kleinen Fellknäuel ist ebenso wichtig, denn einmal falsch konditioniertes Verhalten wieder abzutrainieren ist wesentlich mühsamer, als solche Unarten von Anfang an zu vermeiden/nicht zuzulassen. Verhaltenskorrektur kommt ohne Schreien und Schlagen oder technische Hilfsmittel aus, ob nun beim Welpen,  Junghund oder erwachsenen Hund. Die Hunde kommunizieren untereinander so fein abgestimmt, dass die meisten uns Menschen bekannten Korrekturmethoden für unsere Vierbeiner schon viel zu grob und beängstigend sind. Was wir auch von unseren Hunden lernen können ist, dass diese unmittelbar, konsequent und angemessen korrigieren, jedoch nie nachtragend sind und so jedem Rudelmitglied eine klare Position im Rudel zugewiesen wird. Diese klare Struktur gibt jedem Einzelnen Sicherheit und Rückhalt. Diese Struktur gilt es auch in unserem sozialen Gefüge durch eine begrenzte Anzahl von Bezugspersonen für den Hund herzustellen, denn so können viele problematischen Verhaltensweisen schon im Vorfeld verhindert werden.  Um Ihnen all diese theorethischen Grundlagen nahe zu bringen, werde ich regelmäßig Seminare mit wechselnden Themenschwerpunkten veranstalten. Im intensiven Einzeltraining ist mindestens 1 Einheit Theorie enthalten.

 

Wir arbeiten ohne jede Gewalt nach dem Prinzip der positiven Verstärkung.

Mensch und Hund sollen gleichermaßen Freude an dem Training haben.

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